Datenschutz mit Hausverstand!
Keine Panik – kein Perfektionismus!
Du willst sicher nicht, dass deine Kundendaten in andere Hände gelangen, stimmt‘s? Eindrucksvoll hat uns Astrid Brückner, ausgebildete Datenschutzexpertin der WKO, in ihrem Wir sind 1 Live-Training gezeigt, dass Datenschutz längst kein exotisches Thema mehr ist. Und: dass weder Panik noch Perfektionismus angebracht sind. Denn mit ein paar Schritten, bekommst auch du dieses Thema in den Griff!
1. DSGVO in der Praxis: Worum geht es?
Seit 2018 gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der gesamten EU. Sie betrifft alle Unternehmen, auch dich als EPU, und regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Im Kern geht es um den Schutz dieser Daten und die Verpflichtung, den Umgang mit ihnen zu dokumentieren.
2. Was brauchst du, um DSGVO-konform zu sein?
Viele EPU fühlen sich von der DSGVO überfordert. Das muss jedoch nicht sein. Astrid hat hier die grundlegenden Punkte für dich zusammengefasst:
- Verarbeitungsverzeichnis: Dokumentiere, welche personenbezogenen Daten du verarbeitest, wo sie gespeichert sind und was du mit ihnen machst. Hier geht's zur Vorlage!
- Datenschutzerklärung: Diese benötigst du sowohl für deine Website als auch für dein Unternehmen. Hier geht's zur kostenlosen Textvorlage.
- Einwilligungserklärungen: Hebe sämtliche Einwilligungserklärungen auf, falls du z. B. Newsletter versendest oder sensible Daten (z. B. Gesundheitsdaten) verarbeitest.
- Auftragsverarbeitungsverträge: Diese brauchst du, falls externe Dienstleister Daten für dich verarbeiten (z. B. Webhosting, Newsletter-Dienstleister). Verwende dazu die Vorlage von deinem Vertragspartner.
- DSGVO-konforme Website: Achte darauf, keine personenbezogenen Daten ohne Einwilligung (Stichwort: Cookie-Banner) an Dritte weiterzugeben.
3. Praktische Tipps zur Umsetzung
- Dokumentiere alles: Notiere, wie du deine Daten speicherst und sicherst.
- Bereite dein Verarbeitungsverzeichnis vor: Falls die Datenschutzbehörde anklopft, hast du es schnell zur Hand.
- Lege alle relevanten Dokumente an einem Ort ab: Sei es ein physischer oder digitaler Ordner.
4. Datenschutz auf der Website
Deine Website ist oft die erste Anlaufstelle für deine Kunden und Kundinnen – und auch die erste Stelle, an der Datenschutzverstöße auffallen. Daher:
- Nutze lokale Schriftarten statt Google Fonts.
- Vermeide Google Maps und setze lieber auf einfache Links.
- Setze YouTube-Videos DSGVO-konform ein (z. B. mit "YouTube Lite").
- Keine Tracking-Cookies? Kein Cookie-Banner! Falls du keine Daten an Dritte weitergibst, kannst du auf nervige Banner verzichten.
- Falls du Tracking verwendest, nutze Alternativen zu Google Analytics, wie Matomo.
5. Newsletter & E-Mail-Marketing
E-Mail-Marketing kann sehr effektiv sein, aber es gibt Regeln:
- Du darfst Newsletter an aktive Kunden und Kundinnen ohne Einwilligung senden, wenn sie thematisch passend sind.
- Interessenten müssen aktiv zustimmen.
- Jede E-Mail braucht ein Impressum und eine Abmeldefunktion.
6. Last but not least gilt: Keine Panik! Priorisiere klug!
Niemand erwartet Perfektion. Starte mit den wichtigsten Punkten:
- Website überprüfen: Entferne problematische Einbindungen und aktualisiere die Datenschutzerklärung.
- Verarbeitungsverzeichnis erstellen: Einmal gut durchdacht, sparst du dir später viel Stress.
Die DSGVO ist kein Monster – sie hilft dir, bewusster mit deinen Daten umzugehen. Mit diesen Tipps von Astrid kannst du das Thema effizient und pragmatisch angehen. Also worauf wartest du? Ran an die Umsetzung! 😉
Trainingsunterlagen & Vorlage zum Verarbeitungsverzeichnis gleich downloaden!
Du hast das Live-Training verpasst? HIER geht es zur Videoaufzeichnung!
Autor: Silke Hornof